zeit im wald kann bei entscheidungsfindung unterstützen

Entscheidungsfindung im Wald — wie die Natur dich in Veränderungen begleitet

Kennst du das Gefühl, dass du etwas verändern willst, aber keine Klarheit hast? Du grübelst, machst Pläne, aber kommst nicht vom Fleck. Zu viele Möglichkeiten, zu viel, was dich zurückhält. Die Verwirrung wird immer größer. Wenn dir Entscheidungsfindung gerade schwerfällt, du das Gefühl hast, festzustecken, wenn der Kopf nicht mehr weiter weiß…

…dann komm‘ mit in den Wald.

Das Wichtigste in Kürze

  • Entscheidungsfindung erzeugt Stress. Das Nervensystem steht unter Spannung. Die Natur reguliert diesen Zustand messbar: Schon nach 20 Minuten im Wald sinkt das Stresshormon Cortisol, der Parasympathikus wird aktiver, der Kopf freier.

  • Das Gehen verbindet Körper und Geist auf eine Weise, die reines Nachdenken nicht kann. Im Gehen kommst du in Kontakt mit dem, was dich wirklich bewegt.

  • Wer sich in der Natur bewegt, nimmt über alle Sinne wahr, kommt besser mit sich selbst und der eigenen Intuition in Kontakt. Die Natur wird zum Erfahrungsraum und Spiegel für eigene Prozesse. 

  • Dieser Artikel zeigt, wie körperorientierte Begleitung in der Natur hilft, in Veränderungsprozessen wieder zu spüren, worum es in der Tiefe geht und was wirklich stimmig ist

Kaum umgibt mich das grüne Blätterdach, atme ich auf. Der Schritt entschleunigt. Ich gehe achtsamer, denn der Waldboden ist uneben, aber angenehm weich. Der Wind kühlt mein Gesicht. Die vielen Schattierungen von Grün sind unglaublich wohltuend. Mein Körper entspannt. Der Blick in die Baumkronen ist erhebend und beruhigend zugleich. Alles scheint auf einmal leichter und klarer.

Erstmal an gar nichts denken, einfach gehen, den Kopf ausleeren. Allein das ist schon eine Wohltat. Die vielen offenen Tabs entschwinden in weite Ferne. Der Druck weicht, noch etwas tun zu müssen, damit sich etwas verändert. Der quälende Gedanke, es gäbe irgendwo die Lösung, wenn ich nur noch schneller, noch besser, noch fleißiger wäre. Das nagende Gefühl, nicht zu wissen, was der nächste Schritt ist, damit Entscheidungsfindung möglich wird.

unterwegs in der natur finden wir begleiter und hinweise, entscheidungen zu treffen

 

Was passiert in deinem Nervensystem, wenn du in den Wald gehst?

Die Natur tut nichts. Ihr Wachstum, dieses wunderbar vielfältige Grün, entsteht aus sich selbst heraus. Der Wald hat keine Ansprüche, irgendwie zu sein, sich für irgendetwas zu entscheiden.

Und so gehe ich tatsächlich los, Schritt für Schritt, einer nach dem anderen. Der Weg entsteht im Gehen. Etwas in mir lässt einfach los.

Ich höre das vielstimmige Konzert der Vögel in den Baumkronen. Der Wind spielt die Harfe dazu. Es duftet nach Kräutern, Erde und Terpenen, organische Verbindungen, die Bäume an die Waldluft abgeben. Mit ihnen kommunizieren sie untereinander, und auch uns Menschen tut ihr Geruch gut. Das Einatmen beruhigt, senkt den Blutdruck, stärkt das Immunsystem und reduziert das Stresshormon Cortisol.

Anstehende Entscheidungen und Veränderungsphasen sind Stress für das Nervensystem. Die Ruhe und gute Luft im Wald beruhigt und aktiviert den Parasympathikus, der für Sicherheit und Erholung sorgt. In der freien Natur beginnt sich dein Nervensystem schon nach 20 Minuten messbar zu regulieren, belegen auch Studien.

Wie die Natur dich einlädt, im Körper und in deiner Intuition zu landen

Die Einladung der Natur ist anstrengungslos und sinnlich. Mein Körper landet ganz im gegenwärtigen Moment. Ich schaue ein Blatt an. Ich spüre den Boden unter den Füßen. Ich fühle die gemusterte Rinde eines Baumstamms. Es gibt hier nichts zu leisten, aber viel wahrzunehmen. Der Kopf bekommt Pause, und der Körper Raum für’s Spüren.

Ich sehe Efeuranken, Rindenmuster, Blütensterne. Blattrispen, Föhrenzapfen, Grassamen, alle einzigartig schön. Die Bäume wachsen, wie es ihnen gefällt. Einfach spüren und sehen, was da ist. Wertfrei, offen, neugierig.

Mitten im beruhigenden Grün lande ich ganz bei mir. Denn darum geht es. Egal ob ich eine Entscheidung zu treffen habe, etwas verändern möchte, eine Sehnsucht fühle, der ich folgen will: Wenn ich ganz mit mir verbunden bin, spüre ich, was wirklich Meines ist.

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Was tut mir gut, was macht mich zufrieden und glücklich? Eine Frage, die bei allen Pflichten und Aufgaben im Alltag meist zu kurz kommt, fast unpassend erscheint. Und doch ist sie ein essenzieller Leitstern für mein Leben.

Denn wenn es mir wirklich gut geht, wie gut bin ich dann erst für andere da? Wenn ich mich ausgeglichen fühle, wie viel inspirierter und wirkkräftiger bin ich beruflich? Wenn ich liebevoll mit mir selbst umgehe, wie viel mitfühlender bin ich in meiner Rolle als Vater oder Mutter?

Hier im Wald spüre ich meinen Herzschlag, meinen eigenen Rhythmus. Was brauche ich wirklich, dass es mir gut geht? Nicht was bin ich gewohnt, was wird von mir erwartet, was sagen die Stimmen in meinem Kopf?

In diesem Moment mir setzt sich etwas neu. Ich öffne mich für die Inspiration aus meinem Innersten. Klarheit entsteht, die nicht gedacht, sondern gespürt und erlebt ist.

Ich gehe los, in meinem Tempo, mit meinen Farben, in meiner Einzigartigkeit.

Warum die Natur dir bei Entscheidungsfindung und in Veränderungsphasen helfen kann

Das Nervensystem beruhigt sich und der Kopf wird klar: Es macht Stress, wenn du über einen längeren Zeitraum mit einer unzufriedenen Lebenssituation konfrontiert bist. Dein sympathisches Nervensystem ist dauerhaft alarmiert, wenn du im Hintergrund über anstehenden Entscheidungen nachdenkst. Das schwächt das logische Denkzentrum. Konzentration, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit zu planen sinken. Das emotionale Zentrum, die Amygdala, ist überaktiviert und macht unruhig, befeuert negative Gedankenspiralen. Wie dein Nervensystem funktioniert, liest du unter Was passiert bei Stress im Körper?

Die Natur lässt dich in den parasympathischen Entspannungszustand sinken, dein System beruhigt sich. Du kannst spüren und hören, was in dir wirklich vorgeht. Der Geist wird klarer. Du nimmst die Weite deiner Möglichkeiten besser wahr.

Du spürst, was dich wirklich lebendig macht und inspiriert: Der Kopf kann nur denken, was er schon kennt. Er dreht sich oft im Kreis der Gewohnheiten, der alten Überzeugungen, der Erinnerungen von früher. Die Inspiration, die du wirklich brauchst, liegt oft tiefer. Veränderung beginnt nicht in Gedanken. Sie beginnt mit einer leisen Sehnsucht im Herzen, mit dem Bauchgefühl. Manchmal laden dich auch körperliche Symptome ein, hinzuhören. Dein Körper weiß das schon längst. Er spürt, wann du dich lebendig fühlst und wann nicht.

Unterwegs in der Natur wird das Kopfkarussell leiser. Die Natur kommuniziert über alle Sinne mit dir. Was du siehst, hörst, riechst, ist Resonanz. Dein Körper und dein inneres Erleben geben dem, was dir begegnet, Bedeutung. Du nimmst wahr, was deiner inneren Welt gerade entspricht. Die Natur spiegelt dir, worum es wirklich geht.

die symbole in der natur geben hinweise, um der intuition bei entscheidungsfindugn zu folgen.

 

Das Gehen in der Natur verbindet dich mit dir: Eine der häufigsten Alltagsfragen lautet ‚Wie geht es dir?‘ Vielleicht sitzt du den Großteil des Tages, und doch gehst du durch’s Leben. Dein Körper und Geist sind beim Gehen anders verbunden als im Sitzen. Du spürst dich besser, nimmst über die Sinne intensiver wahr, Ideen kommen leichter.

⇒ Wenn du in der Natur gehst, wechselt dein Gehirn in einen anderen Zustand. Du beobachtest, spürst dich und die Umgebung besser. Der Alltag ist oft zu laut, zu voll, zu beschäftigt dafür. Der wechselnde bilaterale Rhythmus beruhigt das Nervensystem zusätzlich. Im Gehen kommst du in Kontakt mit dem, was dich wirklich bewegt.

Du kannst dich in der Natur ausprobieren und findest zugleich Sicherheit: Entscheidungen sind oft deshalb schwierig, weil du nicht weißt, worauf du dich einlässt, weil du den Weg nicht kennst, der vor dir liegt. Entscheidungsfindung macht oft unsicher und bringt dich aus der Komfortzone.

⇒ In der Natur gibt es keine Ablenkung durch Bildschirme, Termine oder To-do-Listen. Die Natur erdet dich, sie gibt grundsätzliche Sicherheit. Unterwegs in der Natur kannst du zwanglos ausprobieren, einmal einen unbekannten Weg einzuschlagen. Vertrau‘ deinem Gefühl, deiner Vision, und beobachte, wie es dir dabei geht und was dir begegnet.

Klarheit entsteht im Gehen — zu dir selbst

Wenn du spürst, dass du an einem Punkt bist, wo Reden allein nicht reicht, lade ich dich ein: Komm mit hinaus. Komm‘ in Bewegung. Luft, Erde, Sonne, Stille. Lausche dir selbst im Spiegel der Natur.

Vielleicht ist da ein alter Baum, der jeder Witterung trotzt. Ein Pfad im Dickicht, der sich zu einer Lichtung weitet. Eine besondere Blüte mitten im Grün, die nur auf dich gewartet hat.

Dein Körper weiß längst mehr. Und die Natur auch.

Hier findest du mehr Information über körperorientierte Begleitung in der Natur.

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Claudia Berger-Schachinger
Claudia Berger-Schachinger

Ich begleite Menschen in ihr Spüren, ihre Lebendigkeit und ihr Potenzial - traumasensibel und körperorientiert. Meine Begleitung verbindet biodynamische Körperpsychotherapie, NARM - Neuroaffektives Beziehungsmodell und initiatorische Prozessbegleitung in der Natur/Visionssuche. Unsere innere Verbundenheit ist die Quelle, unsere Potentiale und Visionen ins Leben zu bringen.

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